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Samstag, 6. Februar 2016

Feeding Fingers - Vielschichtiges Monumentalwerk abseits des Mainstreams


Es ist kein Geheimnis, dass sich mit Musik abseits des Mainstreams heutzutage in der Regel kein großes Geld verdienen lässt. Die Veröffentlichung von Alben oder die Organisation von Tourneen sind oft mich erheblichen finanziellen Risiken für die Künstler verbunden. Nicht selten bleiben die Musiker auf einem Teil der Kosten sitzen.

Dennoch gibt es Idealisten, die sich dadurch nicht abschrecken lassen uns mit ihrer Kunst zu beglücken.Ein Beispiel für einen solchen Idealisten ist sicherlich Justin Curfman, der Frontmann und Mastermind der Band Feeding Fingers. Er ist nach diversen Besetzungswechseln die beständige Größe der Band. Mit seiner Kreativität und seiner Bereitschaft seine Ideen in enger Zusammenarbeit mit anderen Künstelern auszuarbeiten, prägt er den Stil einer Band, deren künstlerischer Output nicht nur hinsichtlich ihrer Songs, sondern auch in der Gestaltung des zugehörigen Cover-Artworks und der visuellen Umsetzung der Musik eine hohe Qualität besitzt.

Dies wird einmal mehr durch das inzwischen fünfte Studioalbum der Feeding Fingers bestätigt, welches den Namen "Attend" trägt und am 9. Februar 2016 erscheinen soll. "Attend" stellt den bisherigen Höhepunkt des Schaffens von Justin Curfamn dar. Seit den ersten Skizzen im Spätherbst 2014 sind inzwischen 25 Songs entstanden, die auf Dreifach-Viny, Doppel-CD oder als Download erhältlich sein werden.


"Attend" erzählt die Geschichte eines Mannes und der Entwicklung bzw. Veränderung seiner Psyche. Dabei vereinen sich Musik und Text zu einer  wundervollen Collage. Mit seinem leidenschaftlichen, eindringlichen Gesang haucht Justin Curfman seinen Liedern Leben ein und verleiht ihnen Seele.

Während die Musik der Feeding Fingers in den Anfangsjahren vor allen Dingen von Post-Punk Einflüssen geprägt war, ist es inzwischen schwer eine passende Schublade zu finden. Die Songs der Band bedienen sich vieler verschiedener Musikstile und verbinden sie zu einem besonderen Gesamtkunstwerk, für das das neue Album Attend das beste Beispiel ist.

Eines dürfte zumindest nach den ersten Hördurchläufen klar sein: "Attend" ist kein Album, welches sich in seiner vollen Tiefe dem Hörer direkt erschliesst. Sicherlich gibt es Songs, die einem direkt ins Ohr fallen und sich in den Gehörgängen festgraben, wie z.B. "Polaroid Papercuts", eine der beiden vorab veröffentlichten Singleauskopplungen.



Letztendlich muss man sich aber ausreichend Zeit nehmen, damit sich die wahre Schönheit von "Attend" mit all seinen Feinheiten und Facetten offenbahrt. Dieses Monumentalwerk abseits des Mainstream will förmlich erarbeitet und entdeckt werden. Ist man dazu bereit, entfaltet sich die wahre Komplexität und Vielschichtigkeit des Albums dem geneigten Hörer.

Neben bewährtem Post Punk ("Polaroid Papercts") findet man auf "Attend" Songs mit jazzigem Sound ("Barbed Wire Threads the Sun") oder mit Hip-Hop-Anleihen ("Did My Absence Follow Me"). Beim Song  "And Crayon Toxic Twins" spielt ein Saxophon eine entscheidende Rolle, während beispielsweise "Survive Bliss" durch das Zusammenspiel von Klavier und Akkordeon besticht. Mit dem Stück "Ashes Displayed in Zoo" beschreiten die Feeding Fingers ebenfalls neue Wege, ist hier doch das für westliche Ohren eher untypische Instrument Erhu (eine zweisaitige chinesche Fiedel) zu hören. Ähnliches gilt auch für den Song  "The Last Bruise I Harvest Here", in dem eine Pipa, eine chinesische Laute, zu hören ist. Wunderschön ist auch das zerbrechlich anmutende Stück "The Firstborn Stands Sedated", bei welchem der leidenschaftliche Gesang von Justin Curfman durch den minimalistischen Sound von Violine, Violoncello und Klavier getragen wird.

Mit den beiden Videos zu "Your Candied Laughter Crawls" und "Where All Of These Towns And Choices End" möchte ich Euch dieses wirklich beeindruckende und vielschichtige Album ans Herz legen. Mehr Intensität geht fast nicht mehr.



Begleitet wird die Veröffentlichung vom Start der Weltturnee der Feeding Fingers, bei der jedoch das Augenmerk nicht nur auf die neuen Songs gelegt werden soll, sondern Stücke aus der kompletten bisherigen Schaffensperiode der bereits 2006 egründeten Band zu hören sein werden.



Link zur Hompage der Feeding Fingers

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